Universität, auf ein Neues

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A black Sandqvist backpack with two law books right next to it

Ich hab es nun schon mehreren Leuten erzählt und auch in meinem Goodbye August Post davon berichtet: 3 Jahre habe ich meinen Bachelor nun in der Tasche. Und nun geht es zurück zum Schulbank Drücken. Naja okay… Die Bank in der Universität.

Wie es dazu kam

Als ich meinen Bachelor in „Sozialmanagement“ an der DHBW abgeschlossen habe, hab ich mich ganz bewusst gegen den direkten Übergang in ein Masterprogramm entschieden. Ich war froh, endlich mit dem Studieren fertig zu sein und wusste sowieso gar nicht, was ich mit dem Abschluss anfangen sollte und vor allem, was für ein Studium nun folgen sollte. In meinen letzten Semestern des Bachelor Studiums musste ich mich sowieso dazu zwingen, zu sagen, dass ein Studiumsabschluss wichtig ist und ich ja nur noch ein paar Monate durchhalten muss. Wie ich dann als Jahrgangsbeste in der ganzen Fakultät Sozialwesen abschließen konnte, ist mir immer noch ein Rätsel…

Nach meinem Studium folgte ich (mit vielen Umwegen) eher meinem Herzen und der Entwicklungshilfe, als den Wünschen vieler Freunde und Familienmitglieder, dass ich nun endlich mal mit der Karriere anfangen soll: einen „guten“ Job ergattern, weiter studieren…

Anfang des Jahres hörte ich dann von einem ganz interessanten Studiengang, als ich für ein Start-Up ein Interview mit Linda führen musste. Ich habe viel über das Programm recherchiert und nachgefragt. Monate darüber nachgedacht. Und dann kurz vor Bewerbungsfrist gerade noch so meine Unterlagen eingereicht.

International Human Rights and Humanitarian Law

Letter of the University with the logo from

Passt der Studiengang nicht wie die Faust auf’s Auge? Ich finde ja schon. Zumindest sagt das mein Herz.

Man kann sagen, dass die Leute ja tatsächlich staunten, als ich davon erzählt habe. Meinem Vater ist direkt die Kinnlade gefallen, als er online gesehen hat, dass es sich um einen Master in Jura handelt (zumindest klang das am Telefon so). Wiese studiert die jetzt nun auch noch das, womit sie ja sowieso die letzten Jahre kein Geld verdiente? Weil es spannend klingt. Weil es genau die Inhalte behandelt, die mich doch so sehr interessieren und die meine Arbeit als Entwicklungshelferin vorantreiben und interessant gestalten.

Danach eine Karriere bei UNICEF, GIZ und Co.? Keine Ahnung. Das ist zumindest erst mal nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es, noch mehr über das eindrucksvolle Berufsfeld zu lernen, was dann hoffentlich meine Arbeit positiv beeinflussen wird. Selbst wenn es sich bei der Arbeit weiterhin um kleine Projekte und Initiativen in Entwicklungsländer handeln würde.

Ich freu mich schon riesig auf Oktober. Auch wenn ich jeden Tag für ein paar Wochen im Semester nach Frankfurt Oder an die Europa-Universität Viadrina pendeln muss. Es wird ein spannendes Abenteuer! 🙂

Wieso überhaupt studieren?

Vor einigen Wochen bin ich auf die sehr gute Webseite Anti-Uni gestoßen. Ben erzählt von seinem Leben als Uni-Abbrecher und gibt verschiedene Tipps. Ben und ich haben ja ein paar Dinge gemeinsam. Ich hab mich auch mal für Elite-Unis interessiert (zumindest bis nach dem Tag der Offenen Tür), ich bin Teil der Genaration Y, bin ein digitaler Nomade und ein immer besser werdender Minimalist. Ben fand ich von Anfang an sympathisch. Sein Artikel über die Kunst von deiner Leidenschaft zu leben inspirierte mich sehr. Ich möchte von meiner Leidenschaft leben. Aber in meinem Fall schließt das einen Besuch bei der Universität nicht aus.

Ganz im Gegenteil. Ich lerne viel besser, wenn ich muss. Philipp leiht sich ja reihenweise Fachbücher aus der Bibliothek aus und eignet sich so Wissen an. Das kann ich nicht. Ich muss wo hin, spannende Leute treffen, von Anderen aus dem selben Sektor inspiriert werden. Ich liebe Networking und bin gespannt, was ich für Beziehungen im Bereich Entwicklungshilfe aufbauen kann, die man nicht einfach so in der Bibliothek findet.

Mein Rucksack ist gepackt. Ich bin bereit. Für noch mehr Informationen über das Thema. Für noch mehr „meiner Leidenschaft folgen“. Für noch mehr meinen Herzenswunsch wahr machen. 

Black backpack packed with notebook, laptop and binder

Schwarzer Rucksack mit Gesetzestexten daneben auf einem Tisch

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